Fahrradselbsthilfe in der Dresdner Friedrichstadt
Durch die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung“ kann der RepaRad e.V. eine Fahrradselbsthilfe-Werkstatt im „Rostigen Ross“ unterhalten. Es ist nun ein Ort für Fahrradreparaturkurse, Ausgangspunkt für Radfahrschulen für Frauen*, Radtouren und jeder Menge Kultur rund ums Fahrrad.
Die Fahrradselbsthilfe-Werkstatt in der Dresdner Friedrichstadt ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt und Anker im Stadtteil geworden. Sobald das Licht an ist, kommen Leute rein: zum Schrauben, auf der Couch Herumlümmeln oder um im „Fairteiler-Kühlschrank“ nach Lebensmitteln zu schauen, auch wenn „eigentlich“ geschlossen ist. Menschen unterschiedlichster Herkunft kommen zusammen und ihnen wird selbstwirksames Handeln ermöglicht. Auch wer weniger finanzielle Ressourcen hat, wird dadurch auf niedrigschwellige und nachhaltige Art mobil. Das Projekt ist außerdem über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und hat andere Initiativen mit angestoßen, z.B. eine weitere Radfahrschule in der Dresdner Johannstadt.
Leider können wir nicht so viel anbieten, wie es Nachfrage gibt. Wichtig für uns ist hier besonders unsere Teilnahme an der Stadtteilrunde, dadurch kamen schon einige Kooperationen zustande. Durch gezielte Vernetzungen mit anderen Initiativen, konnten wir Ehrenamtliche akquirieren. Manche Interessierte haben wir in ihrer Eigeninitiative bestärkt und durch unsere gemeinsame Leidenschaft „Fahrrad“ eine Verbindung herstellen können, so dass sie uns auch mit unterstützen. Einige von unseren Ehrenamtlichen haben dank ihrer Erfahrungen bei uns Jobs im Bereich Fahrradtechnik gefunden.
Gleichzeitig kämpfen wir trotz hoher Nachfrage und ausgebuchter Kurse mit Verbindlichkeiten seitens der Teilnehmer:innen. Durch unser kostenloses Angebot von Snacks, Essen und Trinken, versuchen wir Menschen für unsere Angebote zu begeistern. Um unsere Zielgruppe zu erreichen, haben wir aktiv Orte im Viertel besucht, an denen sich viele Menschen aufhalten und Leute auf der Straße angesprochen. Außerdem haben wir Flyer im Viertel breit gestreut und uns auch hier mit Initiativen der gleichen Zielgruppe vernetzt.
Wir haben in der Vergangenheit vieles ausprobiert, um passgenaue Angebote zu schaffen. Besonders haben wir mit den Leuten, die zu uns kommen, gesprochen und gefragt, was sie sich wünschen. Mittlerweile sind wir ein etabliertes Angebot, was gut nachgefragt wird. Die Werkstatt ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt geworden. Sie bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, ermöglicht selbstwirksames Handeln und macht auch arme Menschen niedrigschwellig und nachhaltig mobil.
Kontakt:
RepaRad e.V.
Berliner Straße 28 (Eckladen)
01067 Dresden
Ansprechperson: Willem Rijper, info@rostiges-ross.de
Web: https://reparad.de/angebote/integration-macht-mobil
Instagramm: https://www.instagram.com/reparad_ev

