Good practice: KinderKunstPlanet

Leipzig-Grünauer freuen sich über neues Angebot und die Belebung ihres Viertels

Durch die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung“ konnte im April 2025 das Projekt „KinderKunstPlanet“ für Kinder und Jugendliche aus Leipzig-Grünau-Nord im Alter von 8-18 Jahren ins Leben gerufen werden.

Herausforderung:

In Grünau-Nord am Rand von Leipzig leben viele junge Menschen. Häufig haben deren Familien ein geringes Haushaltseinkommen, sie sind wenig mobil und verfügen über geringe Teilhabechancen. Im Viertel gibt es wenige Begegnungsmöglichkeiten und keine kulturellen Angebote, die für Kinder und Jugendliche erreichbar sind. Viele Kinder sind unbegleitet im Stadtraum unterwegs.

Der zentral gelegene Jupiterplatz hat eine geringe Aufenthaltsqualität, wird wenig gemeinschaftlich genutzt und eher negativ wahrgenommen. Hinzu kommen eine relativ hohe (Jugend)kriminalität im Viertel und ein eingeschränktes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

Wie gelöst?

Seit April 2025 gibt es den KinderKunstPlanet auf dem Jupiterplatz direkt im Lebensumfeld der Kids. Die Kids begegnen dem Projekt auf ihren Wegen im Alltag und können so selbständig daran teilnehmen.

An zwei Nachmittagen die Woche stand das Angebot bis Oktober allen Kindern und Jugendlichen kostenlos zur Verfügung. Gemeinsam mit den Kids wurde der Platz spielerisch kreativ belebt. Das Angebot hat eine offene Komm- und Gehstruktur mit einem Schwerpunkt auf Teilhabe und Partizipation. Die Inhalte werden von den Kids selbst gestaltet und sie werden in der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. Über den Winter nutzen wir die Räume der Bibliothek Grünau-Nord und werden ab April 2026 wieder Container auf dem Jupiterplatz beziehen.

Teil des Projekts ist ein umfassender begleitender Evaluationsprozess, welcher die Wirkung des Angebots auf die Beteiligten und das Viertel in den Blick nimmt. Dabei entwickeln wir Evaluationsansätze, welche sich in den Alltag des Angebots mit den Kids integrieren lassen und somit Teilhabe fördern. In einem zweiten Schritt sollen die Beteiligten praktisch mit in die Evaluation einbezogen werden.

Was hat gut funktioniert?

Das Angebot wurde von Anfang an gut angenommen und ist seitdem durchgängig ausgelastet. Besonders freut uns die hohe Wiederkommrate, die meisten Kids kommen regelmäßig/wöchentlich selbstständig zum Angebot. Wir können bei den Beteiligten eine hohe Identifikation mit dem Projekt als gemeinsam gestalteten Raum beobachten. Wir nehmen war, dass das Angebot für viele der Kids schnell ein wichtiger Anlaufpunkt in ihrem Alltag geworden ist. Sie holen sich bei uns Bestätigung, nutzen den Ort um für sie relevante Themen zu behandeln sowie schätzen die  Möglichkeit, selbstbestimmt ihre Ideen umsetzen und die gemeinsame Zeit gestalten zu können. Besonders Auffällig ist, dass viele männlich sozialisierte Beteiligte einen hohen Bedarf an künstlerisch- kreativen Aktivitäten haben.

Kontakt:

gretaer form / GIRO e.V.
Projektleitung KinerKunstPlanet
Philipp Rödel philipp.r@supergiro.de
instagram.com/greaterform
greaterform.supergiro.de



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Gemeinwesenarbeit Sachsen
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